Irrtum: Die Diagnose Depression basiert auf Wissenschaft

WHO - Clip über Depressionen als "black dog"

Irrtum: "Die Diagnose Depression ist präzise und basiert auf Wissenschaft"

Es gibt keine objektiven Messinstrumente für die Diagnose Depression.

Fakten:
Die Diagnose Depression besitzt keinen klar definierten medizinischen Kern, da die Biochemie der Erkrankung unbekannt ist. Die Diagnose Depression ist zudem über die Jahre ständig verändert worden und von kulturellen Gewohnheiten abhängig.

Wenn man Dinge, die sich auf Naturgesetze zurückführen lassen, als Wissenschaft bezeichnet und Dinge, über die Menschen abgestimmt haben, als Politik, dann basiert die Diagnose Depression auf Politik.

Es gibt keine biologischen Marker oder Laborwerte, die das Vorhandensein einer Depression bestätigen. Was eine Depression ist, bestimmen Psychiater auf ihren Jahrestagungen. Alle paar Jahre verändern sie die Kriterien und lassen über die neuen Vorschläge abstimmen. Wenn eine Mehrheit zustande kommt, wird die Diagnose Depression - basierend auf den jeweils neuen Ideen - ausgesprochen.

 

 

 

WHO 5-Fragen Depressionstest (1998)

  In den letzten beiden Wochen
Immer
Meistens
> Hälfte der Zeit
< Hälfte der Zeit
Ab und zu
Nie
1 Ich bin froh und habe gute Laune
5
4
3
2
1
0
2 Ich finde Ruhe und bin entspannt
5
4
3
2
1
0
3 Ich fühle mich aktiv und voller Energie
5
4
3
2
1
0
4 Beim Aufwachen fühle ich mich frisch und ausgeruht
5
4
3
2
1
0
5 Ich interessiere mich für viele Dinge in meinem Alltag
5
4
3
2
1
0

Wenn Sie bei diesem Test eine Punktezahl von weniger als 13 Punkte erreichen, gelten Sie als depressiv oder stark depressionsgefährdet. In einem weiteren Schritt muss dann nur noch die Schwere der Depression festgestellt werden. Dann kann die Diagnose Depression vergeben werden.   Die Schwere einer Depression ermitteln


Die Diagnose einer Depression basiert heute – wie vor 100 Jahren - auf einem Fragebogenkatalog. Dieser versucht dem subjektiven Empfinden des Erkrankten einen Zahlenwert zuzuordnen.

„Allerdings halte ich das Konstrukt einer psychiatrischen Diagnose so lange ebenfalls für spekulativ, bis man sie durch objektive Labormaßnahmen absichern kann.“ Florian Holsboer 2009 S. 238

Zum Buch von Prof. Holsboer

Es gibt keine objektiven Labortests für die Diagnose Depression. Es gibt keinen Bluttest, es gibt keine erhöhte Körpertemperatur und es gibt auch kein visuelles Kennzeichen wie dunkle Flecken auf der Stirn.

Der Zahlenwert (Score) einer Depression

Dieser Zahlenwert hat nicht die Aussagekraft eines Entzündungsmarkers bei einer Bauchspeicheldrüseninfektion oder von augezählten B-Zellen bei Leukämie. Zwei unterschiedliche Fachärzte für Psychiatrie kommen meistens zu sehr unterschiedlichen Zahlenwerten – bei ein und demselben Patienten.