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Die wichtigste "Idee" der Pharmaindustrie lautet: Es gibt keinen äußeren Grund (Anlass) für eine Depression. Die Depression ist eine Stoffwechselstörung. 

Einer der "schönsten" Filme über Depressionen, stammt von der dänischen Firma Lundbeck. Die Aussage ist sehr einfach zu verstehen: Alles ist gut ... und dann ... kommt ganz plötzlich eine Depression.

Der Zuschauer denkt sich: Da alles in Ordnung ist, muss die Ursache im Verborgenen liegen, also im Gehirn. Es muss also eine Stoffwechselstörung sein. Vermutlich ein Mangel von einem Botenstoff. Wie gut, dass es Medikamente gibt, ... .

Gibt es überhaupt eine Depression - aus dem Nichts?

In jedem Lehrbuch der Psychiatrie liest man, dass Depressionen als Folge einer schwierigen familiären Situation, nach dem Verlust des Arbeitsplatzes, dem Verlust eines geliebten Menschen oder als Folge einer schweren Erkrankung auftreten.

Das sind jeweils individuelle Situationen, für die niemand schnell ein Rezept parat hat.

Wer jedoch eine einfache Lösung anbietet, musste einen anderen Weg finden, um den Patienten von seinem Produkt zu überzeugen.

Die effizienteste Methode war die Erfindung der "Depression aus dem Nichts". Aber das war dann doch etwas zu offensichtlich. Deshalb musste ein Umweg gefunden werden. Also fragte man sich: Worüber weiß man fast gar nichts, obwohl viele tausend Wissenschaftler daran forschen? Richtig: Die Biochemie des Gehirns.

Tatsächlich gibt es noch immer kein medizinisch belastbares Wissen über die biochemischen Vorgänge, die für eine Depression typisch sind. Weil darüber jedoch intensiv geschwiegen wird, können noch immer andere Menschen behaupten: Eine Depression basiert auf biochemischen Veränderungen. Woraus schnell umformuliert wird: Dagegen hilft ein Mittel. Dieses Mittel schwimmt unsichtbar im Körper zur Ursache der Depression.

Es wäre schön, wenn das funktionieren würde.

Dann müsste man sich Folgendes vorstellen: Alle depressiven Patienten in den Psychiatrien Deutschlands würden Antidepressiva erhalten. Dann würde die Stoffewechselstörung von diesen Menschen behandelt werden und der Botenstoffmangel wäre bei allen ausgeglichen. Dann dürfte es keine Depressionen mehr geben, denn die Ursache wäre ja behoben?

Aber wer etwas weiter darüber nachdenkt, der weiß genau: So werden seit über 50 Jahren alle Menschen behandelt, die in eine Psychiatrie kommen und unter Depressionen leiden.

Und, was zeigt sich? Gibt es noch Depressionen oder wurden sie ausgerottet wie die Masern?

Offensichtlich wirken die Mittel nicht sonderlich gut. Wir erleben seit mindestens 25 Jahren eine starke Zunahme der Diagnose depressive Störung. Obwohl immer mehr Menschen behandelt werden. Ist das nicht merkwürdig?

Es ist Zeit, die Frage nach der therapeutischen Wirksamkeit umzudrehen: Wenn man schon nicht weiß, aus welchem Grund eine Depression biochemisch entsteht, so weiß man doch, wie das eingesetzte Mittel biochemisch wirkt. Aber warum wirkt es nur so selten? Sollte man wirklich so weitermachen, wie bisher? Oder gibt es Nebenwirkungen? Wie ist das Verhältnis von Schaden und Nutzen?