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Im Jahr 1991 wurden in Deutschland 7mal weniger Antidepressiva verschrieben als 2015.

Derzeit leben in Deutschland 4 Millionen Menschen, die an einer behandlungsbedürftigen Depression erkrankt sind.

Wenn man davon ausgeht, dass die Verschreibung der antidepressiven Medikamente auch mit der Anzahl der Diagnosen Depression zusammenhängt, hätten wir:

1991:    570.000 depressive Patienten
2015: 4.000.000 depressive Patienten

Und es stellt sich die Frage:

Wo kommen die 3.430.000 zusätzliche Patienten her?

Schlimme: Die abklingende Psychose

Psychiatern wird oft vorgeworfen, sie behandeln akut erkrankte Patienten mit viel zu hohen Dosen von Neuroleptika. Damit helfen sie den Patienten nicht, sondern stellen nur sicher, dass die Abläufe in der Klinik funktionieren. Was der Patient jedoch am meisten auf seinem Weg zur Genesung benötigt, sind Zuwendung und Interesse – doch genau das erhält er in der Klinik nicht.

Jann Schlimme ist ein erfreulicher Gegenentwurf. In seinem Buch „Die abklingende Psychose“ beschreibt der Psychiater gemeinsam mit seinem psychologischen Kollegen Burkhart Brückner, wie man zu einem schwer kranken Patienten Kontakt aufnehmen kann, wie es gelingen kann, ihn zu verstehen und wie man dadurch „anders therapieren“ kann.

Professor Uwe Gonther und sein Team vom Ameos Klinikum veranstalten am 22. und 23. September ein Symposium in Bremen. Zu den Vortragenden wird Sabine Ansari gehören.

Workshops & Vorträge: Traditionelle Chinesische Medizin und Psychotherapie | Überwärmungsbäder bei Depressionen | Cannabis als Heilpflanze | Geistig fit durch Klangyoga | Die Möglichkeiten der Aromapflege | Erfahrungsberichte uvm.

Zu den häufigsten Fragen, die ich bei Vorträgen erhalte, gehört: Woher wissen Sie das eigentlich alles? Die Pharmafirmen haben Ihnen doch nicht freiwillig die interne Korrespondenz zur Verfügung gestellt? Wieso können Sie aus firmeninternen E-Mails zitieren?

In der Ausgabe Juli/ August von Raum und Zeit ist ein sechsseitiger Artikel von Peter und Sabine Ansari erschienen: "Pillen, die nicht glücklich machen"

In Deutschland arbeiten bundesweit zwei sehr große Organisationen für eine höhere Akzeptanz von depressiven Patienten. Sie wollen, dass sich depressive Patienten nicht mehr schämen müssen, wenn sie Hilfe in Anspruch nehmen.
Aber das scheint nicht für alle Patienten mit Depressionen zu gelten. Wer bereits Antidepressiva eingenommen hat und dabei bemerkt hat, dass eine Abhängigkeit von Antidepressiva entstehen kann – ist bei diesen Organisationen nicht willkommen. Diesen depressiven Patienten wollen die Organisationen nicht helfen.

Aktuell nehmen die Anfragen zu: Wo ist das ADFD-Forum? Könnt ihr weiterhelfen?

Sind Antidepressiva die beste Wahl bei Depressionen?
Am 21. September diskutieren Experten in Herford ob die von Antidepressiva verursachten Schäden größer sind als der Nutzen dieser Medikamentenklasse. Auf der Tagung halten Psychiater, Pharmakologen, Hirnforscher, Heilpraktiker und Wissenschaftler Vorträge, den Abschluss bildet eine gemeinsame Diskussionsrunde. Aus Großbritannien reist der renommierte Forscher David Healy an.

Seit den 1990er Jahren werden immer mehr Antidepressiva verschrieben. Gleichzeitig stieg für Patienten die Wahrscheinlichkeit einen "Rückfall" zu erleiden, sowie die Anzahl der Krankheitstage wegen Depressionen und die Anzahl der Früberentungen wegen psychischer Erkrankungen. Die Kosten für die Behandlungen betragen mittlerweile Milliarden, das Leid der Patienten lässt sich in Zahlen nicht fassen.

Die Ursache für die Verschlechterung des Behandlungsergebnisses von depressiven Patienten ist die S3 Behandlungsleitlinie Unipolare Depressionen (Link). Ärzte und Therapeuten orientieren sich an dieser Empfehlung, die eine psychiatrische Fachgesellschaft erarbeitet hat.

Ist eine Depression eine Erkrankung, die ausbricht, wenn der Serotoninwert im Gehirn besonders niedrig ist? Obwohl viele Psychiater das immer noch behaupten, haben Wissenschaftler die Theorie bereits 1987 widerlegt. Das ist 30 Jahre her ...

Depressionen treten immer häufiger auf. Wer heute an einer Depression erkrankt, muss befürchten mindestens ein weiteres Mal zu erkranken. Das war in früheren Zeiten anders, damals erkrankten die allermeisten Menschen nur einmal. Möglicherweise ist die derzeit empfohlene Therapiemethode, bei der antidepressive Medikamente über einen sehr langen Zeitraum verschrieben werden, für die veränderte Situation verantwortlich. Antidepressive Medikamente können eine körperliche Abhängigkeit verursachen, aus der sich eine Depressionsspirale ergeben kann.

TV-Tipp für Betroffene, Angehörige und alle Fachleute. Noch immer behaupten Psychiater, eine Abhängigkeit von Antidepressiva würde es nicht geben. Das NDR-Gesundheitsmagazin Visite ist dieser Aussage auf den Grund gegangen. Die Sendung wird ausgestrahlt am Dienstag, 02. Mai 2017, 20:15 bis 21:15 Uhr, Donnerstag, 04. Mai 2017, 01:20 bis 02:30 Uhr Freitag, 05. Mai 2017, 06:20 bis 07:20 Uhr.

In der vergangenen Woche stellte der AOK Bundesverband seinen Pflegereport vor. Einige Medien berichteten über die dauerhafte Verordnung von Neuroleptika bei Demenzerkrankten – die aus medizinischer Sicht nicht gerechtfertigt sind und den Menschen deshalb vorrangig schaden. Was die Berichterstatter jedoch übersahen war eine Folie von Petra Thürmann, die den Einsatz von Antidepressiva in Altenheimen thematisierte (Link). Demnach erhalten bis zu 33 Prozent der Bewohner Antidepressiva. Aber warum?

Zu den neueren Theorien über die Ursache einer Depression gehört die Hypothese: eine Depression ist eine Entzündung, bzw. eine Reaktion des Immunsystems auf ein entzündliches Geschehen im Körper.
Depression-Heute ist auf Spurensuche gegangen.
Woher kommt diese Theorie und was ist davon zu halten?

Wer unter einer psychischen Störungen leidet, muss für die Therapie keine Medikamente einnehmen. Der Berliner Therapeut Klaus Bernhardt hat eine neue psychotherapeutische Methode entwickelt, die auf positiver Umprogrammierung basiert und auch beim Entzug von Antidepressiva helfen kann. Er beschreibt die Methode in seinem Buch "Panikattacken und andere Angststörungen loswerden" (Link), sowie auf der Homepage "Panikattacken loswerden" (Link).