Wie häufig werden Antidepressiva verschrieben?
Ein Beitrag von Dr. Peter Ansari
Wie häufig werden Antidepressiva verschrieben? Sind Antidepressiva ein auslaufendes Modell oder erleben wir einen rückläufigen Trend? Es heißt sogar, manche Kliniken würden gar nicht mehr mit diesen Medikamenten arbeiten.
Wird das Thema vielleicht sogar überbewertet? Diese theoretischen Fragen hat das ARD-Magazin Odysso vom SWR in einer sehenswerten Sendung vom 17.12.2015 untersucht.
Der Beitrag ist in der ARD-Mediathek abrufbar. Sigrid Lauff und ihr Team haben in Koblenz einen Lockvogel zu sechs Hausärzten geschickt. Die Geschichte des Lockvogels war frei erfunden und der Lockvogel sah jeden Arzt zum ersten Mal.
Trotzdem bekam er SECHS Rezepte über Antidepressiva ausgestellt. Sechs Rezepte Antidepressiva bei einem Test von sechs Ärzten.
Da kommt vieles zusammen: eine unseriöse Diagnostik, unreflektiertes Handeln und der schnelle Versuch Medikamente zu verschreiben, aber nicht die Ursachen für die Erkrankung zu identifizieren.
Umsichtige Verschreibung? Hinweise auf Nebenwirkungen? Absetzproblematik? Alles Fremdworte.
Es ist noch viel zu tun!
Vielen Dank an die Redakteurin Sigrid Lauff und den anderen Teammitgliedern von Odysso für die Sendung.
AbsetzberatungSie denken über das Absetzen Ihrer Medikamente nach?
Unsere Praxis berät Sie telefonisch zum Absetzen von Antidepressiva und anderen Psychopharmaka – als Ergänzung zum Gespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, nicht als Ersatz dafür. Absetzentscheidungen treffen Sie am besten gemeinsam.
