psychotherapie

Keine Alternative, sondern die Therapie der ersten Wahl.

Psychotherapie ist im eigentlichen Sinn keine Alternative, sondern das Mittel der Wahl. Besonders bei schweren Verläufen geht es nicht ohne. In der langfristigen Betrachtung ist diese Methode erfolgreicher als alle anderen. Die Psychotherapie hilft bei der Bewältigung der Gründe, die zu einer Depression geführt haben. Sie stärkt und unterstützt den Patienten in der psychischen Krise und kann helfen Strategien zur Vermeidung von weiteren depressiven Phasen zu entwickeln.

Es existiert ein breites Spektrum an psychotherapeutischen Schulen. Meist werden Verhaltenstherapien, tiefenpsychologische, systemische oder körperorientierte Verfahren angewendet. Es gibt spezielle Kurzzeittherapien für depressive Patienten, beispielsweise die Interpersonelle Therapie (IPT).

Grundsätzlich spielt die Methode jedoch eine untergeordnete Rolle. Für eine erfolgreiche Therapie ist die persönliche Verbindung zwischen Patient und Therapeut entscheidender. Der Patient muss sich sicher fühlen und Vertrauen entwickeln. Die lange Wartezeit auf einen Therapieplatz beschränkt die Auswahlmöglichkeiten. Die Zeit bis zum Therapiebeginn muss nicht unbedingt mit Medikamenten überbrückt werden. Auch Freunde, Verwandte oder ein Pfarrer können durch einfühlsames Zuhören und Fürsorge zeitweise einen ähnlichen Effekt bewirken wie ein professioneller Therapeut.

weiter Zurück zur Therapie-Übersicht