Im Jahr 2004 zahlte der Pharmakonzern Pfizer eine Strafe in Höhe von 430 Millionen Dollar für die illegale Vermarktung von Neurontin.

Im Jahr 2004 versprach Pfizer nach der 430 Millionen Dollar Strafe wegen Gabapentin (Neurontin), das Gesetz nicht mehr zu brechen. Doch der Konzern hielt sich nicht an das Versprechen ...

Neurontin ist ein Wirkstoff, der für die Behandlung von Epilepsien zugelassen ist. Pfizer vermarktete den Wirkstoff jedoch auch bei Patienten mit manisch-depressiver Erkrankung, Migräne, ADHS und anderen psychischen Erkrankungen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Pfizer - durch eigene Studien - wusste, dass Neurontin bei diesen Erkrankungen wirkungslos ist. Dennoch sendete das Unternehmen Pharmaberater zu Ärzten die diesen berichteten, das Neurontin bei diesen Erkrankungen eine gute Wirkung erzielt.

Diese Marketingpraxis zahlte sich für Pfizer aus. Das Unternehmen nahm im Jahr 2003 mit Neurontin 2 Milliarden Dollar ein. Im Jahr 2004 kassierte der Konzern dafür eine Strafe in Höhe von 430 Millionen Dollar. (Quelle NY-Times). Der Konzern versprach sein Verhalten zu ändern.

Im Jahr 2013 verhängte erneut ein US-Gericht eine Strafe in Höhe von 142 Millionen Dollar gegen Pfizer aufgrund illegaler Vermarktung.