Eli Lilly – Zyprexa (Olanzapin) – 4 Studien – 234 Publikationen

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Eli Lilly ist Auftraggeber einer der größten Irreführungen der wissenschaftlichen Welt. Der Pharmakonzern gab vier klinische Studien mit Zyprexa (Olanzapin) in Auftrag. Aus diesen vier Studien entstanden 234 wissenschaftliche Veröffentlichungen.

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David Healy beschrieb Eli Lillys Methode der Multiplizierung von Veröffentlichungen in seinem Buch: Pharmageddon

In sämtlichen Veröffentlichungen wird Zyprexa (Olanzapin) als nebenwirkungsarm, effizient und gut verträglich dargestellt.

Die Flut an positiven Veröffentlichungen wirkte auf kritische Wissenschaftler überwältigend – obwohl in Wahrheit nur immer wieder dieselben Ergebnisse wiederholt wurden. Der Effekt ließ nicht lange auf sich warten. Viele Kliniken bestellten Zyprexa und die Gewinne schnellten in die Höhe.

Erst viele Jahre nach der Zulassung im Jahr 1996 beschrieben unabhänigige Wissenschaftler beim Vergleich von vier atypischen Neuroleptika, dass 

  • die Patienten in der Olanzapin-Gruppe durchschnittlich 1 kg pro Monat zugenommen hatten (mindestens dreimal so viel wie in den anderen Gruppen)
  • in der Olanzapin-Gruppe das Gewicht von 30 Prozent der Anwendern um mehr als 7 Prozent anstieg
  • die Olanzapin-Gruppe den höchsten Cholesterin-, den höchsten Triglyzerid- und den höchsten Blutzuckerwert aufwies.

Die Cochrane Collaboration fand schließlich heraus, dass nur in der Häfte der Studien Nebenwirkungen dokumentiert waren, sogar schwere Nebenwirkungen, wie Diabetes waren in den Ergebnissen nicht aufgeführt.

Das Institute of Psychiatry in London fand zudem heraus, dass das Mittel – obwohl es keine Indikation für die Erkrankung Demenz besitzt – den vorzeitigen Tod von 1800 Patienten pro Jahr verursacht (Olanzapin wird jährlich 200.000 Demenzpatienten verabreicht).

Zyprexa besitzt eine Indikation für die manisch-depressive Erkrankung, ist jedoch als Schizophrenie-Mittel bekannter.

 

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2 Comments

  1. Durch Zufall bin ich auf Ihre Seite gestoßen, da ich nach einem originären Zusammenhang zwischen Pfizer und Zyprexa gesucht habe. Den scheint es aber nicht zu geben. Ich habe meinem Sohn 2010 das Leben gerettet, weil ich eigenmächtig entschieden habe, das Medikament abzusetzen (i.e.S. auszuschleichen). Mir ist bis heute nicht klar, wieso eine Oberärztin diese Medikation verordnet. War es nur Dummheit oder ging es da auch um hohe Provisionen? Zufällig bekam ich später einen neuen Nachbarn, der in der in dieser Klinik als Stationsarzt anfing und mir „steckte“, dass die Oberärztin „weggegangen sei“ und die Klinik befürchtete, ich würde sie verklagen. Mein Leben ist zu kurz dafür, doch ich vertraue auf Gerechtigkeit von anderer Seite. 11 Jahre später geht es meinem Sohn sehr gut, er ist pomoviert und lebt und arbeitet in San Francisco und beabsichtigt eine Familie zu gründen. Mir ist nicht klar, warum deutsche Ärzte dieses Medikament oft (?) wider besseren Wissens (?) verschreiben? Da kann es doch nur um Geld gehen oder ist es der Weg, den die Ignoranz, die aus der hilflosen Dummheit resultiert, generell beschreitet? Liebe Grüße K.

  2. ich hatte unter der (überdosierten) zyprexa behandlung schwere nebenwirkungen wie zum beispiel denkstörungen und eine schwere sedierung.auch 10 tassen kaffee oder redbull und 30 zigaretten am tag konnten gegen die müdigkeit nichts ausrichten.wie man heute etwa aus der iowa studie zu neuroleptika (wortsinn:“hirnweichmacher“) weiss, verursachen diese mittel neben hirnschwund cardiovaskulären problemen oder erhöhtem cholesterinwert auch diese denkstörungen, die vom behandelnden psychiater dann meist in einem doublebind-spiel als „originäre krankheitssymptome“ eingestuft werden, womit eine dringend nötige verringerung der dosis wieder nicht möglich erscheint und nicht in frage kommt.diese nebenwirkungen sind kausal an höhere kumulative dosen gekoppelt, wie sie heute in österreich und vielen anderen ländern der welt noch standard sind.

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