Interview Ansari über Genug Geschluckt! bei Monopolisten

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Julia Meyn interviewt Ansari und Ansari

12 Fragen an Mahinda und Dr. Peter Ansari zu ihrem Buch “Genug Geschluckt!”. Die Fragen stellte die Journalistin Julia Meyn von Monopolisten.org

Wer sollte Ihr Buch lesen?
Wir haben das Buch für Betroffene geschrieben. Menschen, die von ihren Psychopharmaka nur schwer oder gar nicht mehr loskommen. Gerade in der Corona-Zeit haben viele Menschen dauerhaft Antidepressiva verschrieben bekommen. Unser Buch hilft ihnen die Symptome, die beim Absetzen auftreten, richtig einzuschätzen und von den Medikamenten wieder loszukommen. Das Buch ist auch wertvoll für Ärzte und Therapeuten, die ihre Patienten beim Entzug unterstützen möchten.

Welche Hilfen finden die Leser in Ihrem Buch?

Wir bieten konkrete Absetzpläne an und erklären, wie man Absetzsymptome von Krankheitssymptomen unterscheidet. Die Leser finden Antworten auf die häufigsten Fragen und wir geben Tipps zur Bewältigung der einzelnen Erkrankungen. Ein ganzes Kapitel widmet sich den Alternativen zur medikamentösen Behandlung. In kurzen und übersichtlichen Texten wird das medizinische Wissen vermittelt, das für die persönliche Entscheidungsfindung wichtig ist. Insofern ist unser Buch gleichzeitig Ratgeber und Sachbuch.

Was ist ein „Kalter Entzug“?
Ein kalter Entzug bedeutet, den Stoff einfach wegzulassen. Mit “Stoff“ sind Substanzen gemeint, die auf den Gehirnstoffwechsel einwirken, also die Blut-Hirn-Schranke passieren. Dazu gehören alle Psychopharmaka, die ohne Ausnahme ein hohes Abhängigkeitspotenzial besitzen. Die meisten Menschen reduzieren ihre Medikamente bis zur kleinsten im Handel erhältlichen Dosis und lassen dann die Tabletten einfach weg. Damit riskieren Sie einen “Kalten Entzug“ und geraten dadurch in entsetzliche Krisen.

Was ist ein „Sanfter Entzug“?
Beim „Sanften Entzug“ reduzieren wir extrem kleinschrittig und behalten jeden Schritt über mehrere Wochen bei. Wir nutzen dafür das Modell der Absetztreppe. In der Regel wird das Medikament um jeweils 10 Prozent reduziert. Das bedeutet, unser Gehirn erhält immer noch 90 Prozent des Stoffes, von dem es eine Abhängigkeit entwickelt hat. Auf diese Art können Schwierigkeiten vermieden werden.

Sollten Psychiatrie-Patienten gar keine Medikamente einnehmen?

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