In diesem Video demonstriert der amerikanische Professor für Psychiatrie, Stephen Stahl, wie man im Vorbeigehen Menschen psychiatrische Diagnosen anhängen kann. Sein Video ist ein Abgesang auf die Psychiatrie, einer medizinischen Disziplin, die sich von allen wissenschaftlichen (also überprüfbaren) Standards verabschiedet hat und ihrer jetzigen Form rein willkürlich angewendet werden kann.

 

Ist der Mann im weißen Diskoanzug wirklich ein Professor für Psychiatrie?

Prof. Dr. Stephen Stahl

Prof. Stephen Stahl

Der freundliche Mann im weißen Diskoanzug ist einer der renommiertesten Psychiater der USA. Er ist Autor mehrerer Fachbücher über Psychopharmakologie. Preisträger diverser psychiatrischer Auszeichnungen. Sprecher auf der Jahrestagung der Amerikanischen Psychiatervereinigung (APA).

Stahl kritisiert, dass die diagnostischen Kriterien, die für das Aussprechen einer psychiatrischen Diagnose, wie Depression, ADHS oder Angststörung verantwortlich sind, immer weiter aufgeweicht wurden.

Mit dem derzeit gültigen Handbuch zur Beschreibung von psychiatrischen Störungen, dem DSM-5, kann nahezu jedes Verhalten eines Menschen dafür genutzt werden, um diesem Menschen eine psychiatrische Diagnose anzuhängen.

Der Song "Staying Alive" und der Diskoanzug unterstreichen, dass diese Form der Diagnose-Stellung von einer seriösen medizinischen Tätigkeit weit entfernt ist.

 

 

In diesem Video benötigt der Psychiater nur ein DSM‑5 und kann damit jedem Menschen eine psychiatrische Erkrankung diagnostizieren (die dann entsprechend medikamentiert werden kann).

Das DSM-5 ist das weltweit wichtigste Werk für die Erstellung von psychiatrischen Diagnosen, wie einer Depression oder einer Angststörung. DSM-5 steht für Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen. Es ist seit Dezember 2014 auch in deutscher Sprache erhältlich.

Prof. Dr. Stephen Stahl ist Neurologe und Psychiater der University of California San Diego.

Er ist Mitglied von America's Top Psychiatrists und Autor mehrerer Standardwerke über Psychopharmakologie bei der Cambridge University Press.

Von den im DSM-5 aufgeführten Kriterien zum Diagnostizieren von Erkrankungen wie Depression, ADHD, Angststörung, etc. hält Professor Stahl gar nichts.

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