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Fakten und Mythen
Antidepressiva

In der Behandlung von depressiven Erkrankungen nimmt die Verschreibung von antidepressiven Medikamenten konstant zu. Aktuell werden in Deutschland 1,5 Milliarden Tabletten pro Jahr verordnet, das ist eine Versiebenfachung im Vergleich zu 1991 - bei gleich gebliebener Bevölkerungszahl [1].

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Diese Entwicklung resultiert aus der Überzeugung, Antidepressiva für ein immer breiter werdendes Indikationsspektrum zu verschreiben. Gleichzeitig zeigt sich keine Verringerung der krankheitsbedingten Ausfälle sowie eine lineare Zunahme der Berufsunfähigkeitstage und Berufsunfähigkeitsrenten wegen Depressivität [2, 3].

 

fehltage wegen depressionen2017

Die Patienten beklagen oftmals eine mangelnde Sorgfalt beim Stellen der Diagnose, ein zu schnelles Verordnen von Medikamenten und eine fehlende Aufklärung über die damit verbundenen Risiken. Viele Patienten wünschen sich eine Beratung über Therapien, die nicht auf Tabletten basieren [4]. Besonders schwierig ist die aktuelle Situation für Patienten, die von Antidepressiva nicht wieder loskommen [5]. Für sie gibt es kaum Hilfsangebote [6].

Wir betrachten diese Situation mit großer Sorge, aus der heraus diese Schrift entstanden ist. Betroffene, Angehörige und professionelle Helfer erhalten einen Überblick über die tatsächliche Faktenlage einer medikamentösen, antidepressiven Therapie sowie Argumente für eine umfassende Therapieentscheidung.

Im Gegensatz zu weitverbreiteten Behauptungen sind bei einer Depression keine biochemischen Funktionsstörungen im Gehirn bekannt [7], die durch eine Medikamentengabe wieder in Ordnung gebracht werden könnten. Stattdessen hat die Gehirnforschung einen gewaltigen technologischen Fortschritt erlebt und viele falsche Theorien über Transmitter und Botenstoffe widerlegt [8]. Es zeigte sich, dass die stärkste Wirkung eines Antidepressivums auf dem Placebo-Effekt basiert, der unabhängig vom eingesetzten Wirkstoff eintritt [9]. Dieses Wissen wird jedoch oftmals nicht angemessen weitergegeben [10]. Im Folgenden sind die wichtigsten neuen Erkenntnisse über antidepressive Medikamente aufgeführt:

Die Mythen und Fakten zu Antidepressiva:

1. Mythos: Antidepressive Medikamente beseitigen ein Serotonin-Defizit, das für die Entwicklung einer Depression verantwortlich ist.
Fakten: Eine Depression entsteht nicht durch eine Absenkung der Serotoninkonzentration im Gehirn [11]. Eine Depression endet nicht, wenn der Serotoningehalt im Gehirn erhöht wird [12]. Depressive Patienten haben keinen zu niedrigen Serotoninwert [13]. SSRI-Medikamente erhöhen die Serotoninkonzentration bei vielen, aber nicht allen Patienten [14]. Das Antidepressivum Tianeptin senkt (!) die Serotoninkonzentration im Gehirn und gilt als Wirkstoff gegen depressive Verstimmungen [15].

2. Mythos: Studien beweisen die Wirksamkeit von antidepressiven Medikamenten.
Fakten: Antidepressive Medikamente haben eine geringe Wirkeffizienz [16]. Man muss neun Patienten mit Antidepressiva behandeln, damit einer von ihnen besser reagiert, als wenn er „nur“ mit Placebo behandelt würde [17].

Diese Wirkung gilt nur für Patienten, die unter schweren Depressionen leiden [18]. Patienten mit leichten und mittelschweren Depressionen profitieren nicht von der Einnahme antidepressiver Medikamente [19, 20]. Diese Patienten leiden jedoch unter den schweren Nebenwirkungen und können eine körperliche Abhängigkeit entwickeln.
Es hat sich herausgestellt, dass es keine Rolle spielt, ob die bei einer Depression verabreichten Tabletten einen spezifischen Wirkstoff enthalten. Auch bei schweren Depressionen tritt unter Patienten, die ein Placebo erhalten eine Besserung auf [21], in vielen Studien fanden sich gleichviele Besserungen bei „medikamentierten“ und Placebo Patienten [22].

3. Mythos: Antidepressive Medikamente verursachen keine Abhängigkeit.
Fakten: Die Hälfte aller Menschen, die antidepressive Medikamente über einen Zeitraum von sechs Monaten oder länger eingenommen hat, kann die Medikamente nicht folgenlos aus eigener Kraft absetzen [23-25]. Häufig tritt eine stark ausgeprägte Absetzsymptomatik auf, die über Monate andauert und die Jahresgrenze überschreiten kann [26, 27]. Mehrere Wissenschaftler bewerten die beim Absetzen auftretenden Beschwerden als „Entzugssymptome“ [28-30]. Da von Entzugssymptomen sonst nur bei Stoffen wie Opiaten, Alkohol und Schlafmitteln gesprochen wird, ist es schwer nachvollziehbar, weshalb die bei diesen Stoffen geltende Abhängigkeitsdefinition nicht auch für antidepressive Medikamente gilt [31].

4. Mythos: Antidepressive Medikamente haben fast keine Nebenwirkungen.
Fakten: Bis zu 80 Prozent der Patienten, die Antidepressiva einnehmen, beklagen sexuelle Funktionsstörungen wie Impotenz und Anorgasmie [32, 33], knapp 10 Prozent erleiden Herzrhythmusstörungen [34], häufig kommt es zu einer Gewichtszunahme [35], das Risiko, starke Blutungen zu erleiden ist deutlich erhöht [36]. Bei vielen Patienten treten Schwindelgefühle auf, die bei älteren Menschen zu Stürzen und Knochenbrüchen führen [37], weitere Wirkungen wie Bewegungsunruhe [38] und Schlafstörungen [39] verschlimmern das Krankheitsbild der Ursprungserkrankung.
Eine bereits im Jahr 2004 in Deutschland veröffentlichte Studie namens „Arzneimittelsicherheit in der Psychiatrie“ zeigte, dass Antidepressiva in den Kliniken häufig sehr schwere Nebenwirkungen verursachen [40].

5. Mythos: Antidepressive Medikamente reduzieren das Suizidrisiko
Fakten: Antidepressive Medikamente reduzieren das Suizidrisiko nicht [41-43]. In mehreren Studien fanden Forscher mehr Suizide oder Suizidversuche in der Medikamentengruppe als in der Placebogruppe [44]. Aktuell gilt als bewiesen, dass sich bei Menschen unter 25 Jahren durch Einnahme von Antidepressiva das Risiko für Suizidversuche verdoppelt [45]. Bei Menschen unter 18 Jahren zeigt sich ein erhöhtes Risiko für Suizidalität und aggressives Verhalten [46].

6. Mythos: Antidepressiva schützen vor Rückfällen der Erkrankung (Rezidiven).
Fakten: Patienten, die dauerhaft Antidepressiva einnehmen, erleiden mehr Rückfälle als depressive Patienten, die sich gegen eine Dauermedikation entscheiden [47]. Diese Beobachtung wurde erstmals im Jahr 1969 veröffentlicht [48]. Im Jahr 2003 bemerkten Psychiater erneut, dass antidepressive Medikamente den Verlauf einer Depression verschlechtern können [49]. Im Jahr 2011 wurde diese Verschlechterung erneut berechnet [50].
Mittlerweile steht in jedem Beipackzettel, dass antidepressive Medikamente Depressionen auslösen können. Menschen, die diese Medikamente ursprünglich wegen anderer Erkrankungen einnehmen, entwickeln unter der Medikation eine Depression. Der Begriff Tardive Dysphorie bezeichnet das Krankheitsbild einer chronischen Depression, die durch eine Langzeitverordnung von Antidepressiva verursacht wurde [51].

7. Mythos: Nicht behandelte Depressionen werden chronisch.
Fakten: Depressionen enden normalerweise auch ohne Behandlung [52, 53]. Nach drei Monaten ist die Hälfte der Patienten gesundet, nach sechs Monaten sind zwei Drittel genesen und nach 12 Monaten sind drei Viertel der unbehandelten depressiven Patienten symptomfrei [54].

Im Sinne der bestmöglichen therapeutischen Versorgung der Patienten hoffen wir, dass diese Fakten den Mythos um die Antidepressiva entlarven und Eingang in die psychiatrische Diskussion finden. Wir erhoffen uns dadurch eine weitere Öffnung für nicht-medikamentöse Therapieverfahren, die nachhaltiger bei der Bewältigung einer Depression helfen können.

Möglichkeiten für nichtpharmakologische Therapien sind:
Psychotherapie (inklusive achtsamkeitsbasierte Verfahren), Sport und Bewegungstherapien, Körpertherapie (inklusive Massage-Therapie), Kunsttherapie, Musiktherapie, Ergotherapie, Selbsthilfegruppen.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.depression-heute.de

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Antidepressiva

Literatur

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3. Storm, A., DAK Gesundheitsreport 2018. 2018: medhochzwei Verlag.
4. Nederlof, M., et al., Guidance by physicians and pharmacists during antidepressant therapy: patients' needs and suggestions for improvement. BMC Psychiatry, 2017. 17(1): p. 388.
5. Fishwick, C. und M. Rice-Oxley, Online Umfrage zu Antidepressiva "Antidepressiva werden viel zu leichtfertig verschrieben", in Süddeutsche Zeitung. 2013: München; verfügbar unter: http://sz.de/1.1823420
6. Ansari, P. und M. Ansari, Unglück auf Rezept. 2016, Stuttgart: Klett-Cotta.
7. Stiftung-Deutsche-Depressions-Hilfe. Neurobiologische Seite. 2018 [abgerufen am 08.01.2019]; verfügbar unter: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/depression-infos-und-hilfe/ursachen-und-ausloeser/neurobiologische-seite.
8. Krishnan, V. und E.J. Nestler, Linking molecules to mood: new insight into the biology of depression. Am J Psychiatry, 2010. 167(11): p. 1305-20. 9. Kirsch, I., et al., The emperor's new drugs: an analysis of antidepressant medication data submitted to the US Food and Drug Administration. Prevention & Treatment, 2002. 5(1): p. 23a.
10. Moller, H.J., Isn't the efficacy of antidepressants clinically relevant? A critical comment on the results of the metaanalysis by Kirsch et al. 2008. Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci, 2008. 258(8): p. 451-5.
11. Praschak-Rieder, N., et al., Tryptophan depletion and serotonin loss in selective serotonin reuptake inhibitor-treated depression: an [(18)F] MPPF positron emission tomography study. Biol Psychiatry, 2004. 56(8): p. 587-91.
12. Lacasse, J.R. und J. Leo, Serotonin and depression: a disconnect between the advertisements and the scientific literature. PLoS Med, 2005. 2(12): p. e392.
13. Becker, U., et al., Direktes Serotonin (5-HT) im Liquor psychiatrischer Patienten, in Aktuelle Perspektiven der Biologischen Psychiatrie, H.J. Möller, F. Müller-Spahn, and G. Kurtz, Editors. 1996, Springer Vienna. p. 161-165.
14. Andrews, P.W., et al., Is serotonin an upper or a downer? The evolution of the serotonergic system and its role in depression and the antidepressant response. Neurosci Biobehav Rev, 2015. 51: p. 164-188.
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