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Auf jedem Beipackzettel von Antidepressiva ist zu lesen, dass die Medikamente eine Psychose oder eine Manie auslösen können. Weitgehend unbekannt ist jedoch, welches Ausmaß die von den Medikamenten induzierten Störungen erreichen können.

Wenn Amokläufe die Welt erschüttern, zeigen viele mit dem Finger auf Menschen mit psychischen Problemen. Weitgehend unbekannt ist jedoch die Rolle der Medikamente, mit denen viele der Amokläufer zuvor behandelt wurden.
Mehrfach konnte gezeigt werden, dass erst die Medikation die Täter derartig veränderte, dass sie die Tat durchführen konnten.

Quelle des Videos: Corbettreport.

Das Time Magazine berichtete im Jahr 2011, dass auf der Liste der 10 häufigsten Medikamenten, die Gewaltverbrecher vor oder während ihrer Tat eingenommen hatten, Antidepressiva fünf Plätze belegen. Die ARD berichtete 2013 über offensichtliche Zusammenhänge von Antidepressiva und Suiziden.

Der irische Psychiater David Healy schreibt, dass die Verbindung zwischen Gewaltverbrechen und antidepressiven Medikamenten zu den best gehüteten Geheimnisse der pharmazeutischen Industrie gehört. 90 Prozent der an Schulen verübten Massakern wurden demnach unter dem Einfluss von Psychopharmaka verübt.

Die neueren Antidepressiva zeigen eine herausragende Rolle. Healy beobachtete in seiner psychiatrischen Sprechstunde, dass zuvor unauffällige Patienten unter Antidepressiva Suizide begangen, bei denen sich sich regelrecht verstümmelten. Ähnliche Beobachtungen lassen sich bis ins Jahr 1991 zurückverfolgen.

Eine besonders hohe Gefährdung scheint bei Personen aufzutreten, die nach einer ersten, unauffälligen Behandlung das Mittel erneut ansetzen, dann jedoch in einer doppelt so hohen Konzentration. Ebenso gefährlich ist es, wenn Menschen ihre Mittel von heute auf morgen absetzen. Gefährliche Depersonalisierungen können auftreten. Die Patienten wissen dann nicht, was sie tun, oder warum sie es tun. Auch die Angehörigen sind ratlos.

"Es ist falsch, Menschen mit depressiven Störungen Gewalttaten zuzuordnen. Depressive Menschen sind keine Psychos, sondern ziehen sich zurück und sind weitestgehend "unsichtbar". Wenn ein depressiver Mensch eine Gewalttat begeht, dann kann man davon ausgehen, dass er Medikamente eingenommen hat, die sein Wesen verändert haben.
Häufig hat er die Dosis stark erhöht oder die Medikamente von heute auf morgen abgesetzt. Keiner hat ihm gesagt, wie gefährlich so etwas ist. In grundsätzlicher Hinsicht sind depressive Menschen ungefährlich und liebesbedürftig. Aber antidepressive Medikamente können in seltenen Fällen Menschen komplett verändern. Davor muss gewarnt werden und nicht vor Menschen mit Depressionen." Dr. Peter Ansari

Im amerikanischen Ärzteblatt JAMA wird aufgrund sorgfältiger Forschungsergebnisse vor einer Dosiserhöhung bei SSRIs gewarnt. In Deutschland hält sich hingegen der Irrglaube, dass die Medikamente keine Nebenwirkungen haben und daher bei Nicht-Ansprechen höher dosiert werden können.

Im Rahmen der Fragebogenaktion von Depression-Heute berichteten viele Patienten von körperlichen Erfahrungen, die so schmerzhaft waren, dass sie sich sicher waren, diese nicht zu überleben. Man benötigt nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, was Menschen bereit sind zu tun, um solche Schmerzen zu beenden.

Zwei gefährliche Mechanismen können demnach in seltenen Fällen bei der Einnahme von Psychopharmaka auftreten:

Die Medikamente können den Antrieb der Patienten so stark steigern, dass die zuvor kraftlosen Patienten die Energie besitzen, um Suizide oder Gewaltfantasien zu verwirklichen. Solche Ereignisse fanden sich auch in den Zulassungsstudien von antidepressiven Medikamenten, bei denen in der Medikamentengruppe drei bis fünfmal so viele Suizidversuche auftraten, wie in der Placebogruppe.

In anderen Fällen verändern die Medikamente das Bewusstsein der Patienten, beispielsweise, im Fall des Psychiaters Frank Karmack, der – aus einem Gebüsch springend - seine Kollegin mit einem Hammer angriff oder bei dem Arzt Vernon Kirklander, der plötzlich Raubüberfälle begang, ohne sich in einer Notlage zu befinden. In diesen Fällen scheinen die Medikamente unheilsame neue Verknüpfungen im Gehirn der Patienten verursacht zu haben.

Der Psychiater Peter Breggin beschreibt in seinem Buch Medication Madness Dutzende dieser Fälle. Jeden einzelnen Fall hatte er persönlich betreut. In den meisten Fällen als Gutachter vor Gericht.

Er beschreibt Stimulanzien und Antidepressiva als rauchende Colts („Smoking Gun“). Im Rahmen seiner Gutachtertätigkeit erhielt er Einblick in die interne Kommunikation von Pharmaunternehmen und stieß dabei auf interne Memos, in denen sich deutsche Firmenmitarbeiter über die angeordnete Vertuschung von medikamentös-induzierten Suiziden während der Zulassungsstudien von Antidepressiva beschwerten.

Er beobachtete, dass die Unternehmen Millionensummen an Kläger auszahlten, um Vergleiche zu erreichen. Stets sollte vermieden werden, dass ein Urteil gesprochen wurde, welches dem antidepressiven Medikament eine Mitschuld an der Tat zuerkannte.

Im Fall des US Journalisten Joseph Wesbecker, der nach einer Prozac Medikation acht Kollegen erschoss und zwölf andere schwer verletzte, bevor er sich selber erschoss, konnte dem Unternehmen Eli Lilly nachgewiesen werden, dass es hohe Geldsummen während des Prozesses an die Hinterbliebenen auszahlte.

Breggin gehörte auch zu den Gutachtern, die im Jahr 1999 den Amoklauf an der Columbine High School auswerteten und ein Profil des Täters Eric Harris erstellten. Harris nahm ab 1998 das Antidepressivum Fluvoxamin ein.

Obwohl das Moment der persönlichen Verantwortung in keinem Fall ausgeklammert werden darf, zeigen sämtliche Berichte, dass Psychopharmaka bei vielen Gewalttaten eine bedeutende Rolle zukommt. Aufsehen erregte in diesem Zusammenhang auch ein Versuch von David Healy, der 20 gesunden Menschen antidepressive Medikamente verabreichte und dabei feststellen musste, dass zwei von Ihnen Vorbereitungen für einen Suizid getroffen hatten - obwohl sie zuvor vollkommen gesund und unauffällig waren.  

Antidepressive Medikamente können Gewalttaten begünstigen. Für Suizide wurde bereits mehrfach wissenschaftlich gezeigt, dass der Einsatz von Antidepressiva die Suizidwahrscheinlichkeit erhöht. Es ist höchste Zeit, dass dieses Wissen in die Köpfe der Menschen gelangt.

Derzeit verschreiben noch immer sehr viele Psychiater und Hausärzte in Deutschland gedankenlos bei Beziehungsproblemen oder anderen sozialen Problemen diese Medikamente. Viele Ärzte haben sich von den Versprechungen der Pharmareferenten, die jedwede negative Nebenwirkung auf die Erkrankung der Patienten zurückführen, einwickeln lassen und darüber ihre Fähigkeit verloren Augen und Ohren für das Leid ihrer Patienten geöffnet zu halten. Viele Patienten leiden deshalb viel länger und stärker unter den Folgen der Medikation, als unter ihren ursprünglichen Problemen.

Depression-Heute: Antidepressive Medikamenten oder die Pharmaindustrie sind nicht die alleinverantwortlichen Verursacher von Suiziden oder Gewaltverbrechen. Aber es ist unverantwortlich, dass sich die Ärzte und Psychiater, die diese Medikamente verschreiben, so wenig von unabhängiger Seite über die möglichen Nebenwirkungen dieser Medikamente informieren. In manchen Fällen kann es hilfreich sein, einem Patienten ein bestimmtes Medikament zu verabreichen.
Aber wenn der Verschreibende seine Informationen ausschließlich von denen erhalten hat, die die Medikamente verkaufen wollen (Pharmaindustrie), dann weiß er nicht welche Nebenwirkungen auftreten können. Häufig genug wiederholt er stattdessen unreflektiert die Versprechungen der Marketingabteilung, denen zufolge die Medikamente gut verträglich und effizient sind. Aber das entspricht nicht den Tatsachen. Die Effizienz der Medikamente ist gering, nur einer von sieben Patienten profitiert von einer antidepressiven Behandlung, während etwa jeder zweite Patient unter den Nebenwirkungen leidet. Ein Psychiater, der seine Patienten darüber nicht informiert, handelt gewissenlos und missbraucht das Vertrauen seiner Patienten. In seltenen Fällen richtet er damit sogar einen außergewöhnlichen Schaden an.

  1. Depressive Menschen begehen keine Amokläufe, da ihnen die Kraft dazu fehlt.
  2. Wenn Amoktaten von einem depressiven Täter verübt wurden, muss der Täter vorher Psychopharmaka eingenommen haben oder kurz vorher abgesetzt haben.
  3. Psychopharmaka versetzen Menschen in die Lage eine Gewalttat durchzuführen. Die Analyse unterschiedlicher Amoktaten zeigt, dass die Medikamente aus unauffälligen, ruhigen Menschen gewaltbereite Amoktäter machen können. 
  4. Es handelt sich um sehr seltene Fälle. Dieses Phänomen der vollkommenen Persönlichkeitsveränderung tritt nur selten ein. In den häufigeren Fällen werden Suizidgedanken durch Psychopharmaka induziert. Gewalttaten gegen andere sind sehr selten. 
  5. Je mehr Menschen Psychopharmaka einnehmen, desto höher ist jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Amokläufe und Suizide ereignen. Es gibt einen wissenschaftlich belegten Zusammenhang zwischen Suiziden und der Verschreibung von Antidepressiva. 
  6. Psychopharmaka und speziell Antidepressiva sind potentiell gefährliche Medikamente, deren Einsatz in jedem Einzelfall intensiv abgewägt werden muss und die nicht leichtfertig und ohne sorgfältige Überwachung der Patienten verschrieben werden sollten.

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